31. März 2008
meine Sprachgeschichte
In Vorau, spricht natürlich jeder „stoasteirisch“. Im Kindesalter habe ich immer Hochdeutsch gesprochen, da sich meine Eltern stets bemüht haben schön mit mir zu sprechen. Im Kindergarten wurden ihre Bemühungen jedoch zunichte gemacht. Im Laufe der Jahre waren immer mehr dialektale Färbungen in meiner Sprache zu erkennen. Im Volksschulalter war von dem anfänglichen Hochdeutsch nichts mehr zu erkennen und ich habe dann nur mehr „stoasteirisch“ gesprochen. Meine Eltern haben sich zwar weiterhin hochdeutsch mit mir unterhalten, jedoch bin ich vorerst beim Dialekt geblieben. Auch die ganze Hauptschulzeit verständigte ich mich im typischen „Vorauer Dialekt“. Dem wurde mit dem Schulbeginn im Borg Birkfeld ein abruptes Ende gesetzt. Anfangs klang für mich der „Weizer dialekt“ noch komisch, doch nach und nach entdeckte ich immer mehr typrische weizer Ausdrucksweisen in meiner Sprache. Sogar meiner Mama fällt es mittlerweile schon auf und sie bessert mich stets aus wenn mir ein weizerisches „seier“ statt ein vorauerisches „eana“ auskommt. Momentan spreche eine Mischung aus Vorau-Weizerisch. Ich schätze diese „Dialektart“ werde ich noch weitere drei Jahre beibehalten bis vielleicht noch ein Grazer- oder Wienerischer Akzent dazukommt. Ich finde nicht, dass es von Nachteil war, dass ich Hochdeutsch erzogen worden bin, weil ich der Meinung bin, dass man mit Dialekten noch früh genug in Berührung kommt.
Meine ersten Wörter waren „kuwawa“ = Kugelschreiber ,„nidada“ =Nikolaus. Ein bisschen später habe ich dann auch voller Begeisterung nach einer „wex“=Wurst Wurst verlangt. In unserer Familie wird auch heute noch schön gesprochen, da meine Eltern großen Wert darauf legen, jedoch nicht mehr Hochdeutsch wie früher.