Der Fotosatz
Unter Fotosatz wird die fotografische Übertragung (Belichtung) von Schriftzeichen auf lichtempfindliches Material verstanden. Man benötigt dazu eine Lichtquelle, eine negative Darstellung aller Schriftzeichen und Fotomaterial (Film oder Papier). Der Belichtungsvorgang erzeugt ein latentes, das heißt unsichtbares, seitenverkehrtes Bild. Um dieses Bild sichtbar und haltbar zu machen, muss es entwickelt, anschließend fixiert und gewässert werden.
Die Lasertechnologie hat in den letzten Jahren zu einer großen Umwälzung im Satzwesen geführt: Einfache Laserdrucker mit für viele Zwecke ausreichenden Auflösungen (typischerweise 600 dpi) sind relativ kostengünstig erhältlich und versetzen daher auch kleine Betriebe oder sogar Privatpersonen in die Lage, vom Schreibtisch aus zu publizieren. Bekannt geworden ist diese Entwicklung unter dem englischen Begriff Desktop-Publishing (DTP).
Ein großer Vorteil des DTP ist, dass ein- oder mehrfarbige Texte und Bilder gemeinsam in einem Datenbestand verarbeitet werden. Dabei können die Ergebnisse sofort auf dem Bildschirm überprüft werden, der Schrift und Gestaltungselemente so wiedergibt, wie sie nach dem Druck auch tatsächlich aussehen (WYSIWYG-Prinzip: What you see is what you get). Mit Hilfe eines Laserbelichters können die Druckvorlagen anschließend auf Film oder neuerdings direkt auf die Druckplatte (Computer to Plate) belichtet werden. Von kundigen Händen bedient, können DTP-Programme heute schon die Qualität des Bleisatzes erreichen oder gar übertreffen.
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