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Der Handsatz
Bis zur Erfindung der Setzmaschinen war der Handsatz in Verbindung mit dem Hochdruckverfahren die einzige Möglichkeit, Texte wirtschaftlich zu vervielfältigen. Der komplizierte Vorgang der Satzherstellung wurde auch für umfangreiche Produkte wie Bücher, Lexika und später Zeitungen von Handsetzern ausgeführt. Die Leistung eines Handsetzers betrug in der Stunde ungefähr 1500 Zeichen.
Als Werkzeuge dienten dem Setzer die seitenverkehrten Einzellettern, die in genormten Setzkästen aufbewahrt wurden, und das Blindmaterial. Der Handsetzer entnahm die benötigten Lettern den im Setzkasten systematisch angeordneten Fächern und setzte sie im Winkelhaken zu einer Textzeile zusammen. Durch das Einsetzen von Blindmaterialien in Form von Quadraten und Ausschlussstücken, die niedriger als die Lettern waren und deshalb nicht von der Druckfarbe eingefärbt wurde, wurden die Lettern einer gesetzten Zeile auf die gewünschte Satzbreite ausgeschlossen. Um alle Zeilen auf volle Zeilenbreite (Blocksatz) zu bringen, vergröberte (austreiben) oder verringerte (einbringen) der Setzer in einem bestimmten Umfang die Wortzwischenräume nach Regeln, die der Lesbarkeit dienten. Die Zeilen konnten aber auch auf Mitte, links- oder rechtsbündig ausgeschlossen werden (Flattersatz). Um einen einheitlichen Zeilenabstand zu erreichen, wurden zwischen die einzelnen Zeilen Regletten aus nichtdruckendem Blindmaterial geschoben - der Satz wurde durchschossen. Die Größe des Durchschusses bestimmt im Wesentlichen die Lesbarkeit eines Textes. Das Blindmaterial war dem typografischen Maßsystem ebenso untergeordnet wie die Lettern.
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Die Größe einer Schrift wird in Punkt (p) angegeben.Umfangreiche Texte, die ein Leser schnell und leicht erfassen soll, ohne zu ermüden, werden überwiegend in den Schriftgren 9, 10 und 12 p gesetzt, die früher auch als Borgis, Korpus und Cicero bezeichnet wurden. Ebenfalls in Punkt gemessen wird der Zeilenabstand, der für eine gute Lesbarkeit mit ausschlaggebend ist.
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