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Kolumen und Fußnoten gehören - so vorhanden zum Satzspiegel, während Marginalien (Randbemerkungen) und Bogensignatur nicht dazu gezählt werden. Die nicht bedruckten Randbereiche der Seite nennt man Bund-, Kopf- Seiten- und Fußsteg. Je nachdem, ob die das Papier auf beiden Seiten oder einseitig bedruckt werden, unterscheidet man zwischen doppelseitigem Satzspiegel und einseitigem Satzspiegel.
Da diese Einteilung einer Seite ganz wesentlich den ästhetischen Eindruck prägen, sollte dem Satzspiegel ein wesentliches Augenmerk bei der gestalterischen Planung einer Publikation eingeräumt werden.
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Im Folgenden werden 2 Konstruktionen für den beschrieben, über die man zu einer harmonisch wirkenden Seitengestaltung gelangt: (siehe: http://www.typo-info.de)
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DIAGONALKONSTRUKTION MIT VARIABLEN SATZSPIEGEL
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Den Ausgangspunkt der Diagonalkonstruktion bilden zwei nebeneinandergelegte Blätter beliebigen Seitenformats. Die Ecken der so entstandenen Doppelseite werden mit Diagonalen (a) verbunden. Zudem wird auf jeder Einzelseite die untere, äußere Ecke mit der oberen, inneren Ecke mit jeweils einer weiteren Diagonale (b) verbunden. Die konstruierten Diagonalen dienen im nächsten Schritt zur Bestimmung des Satzspiegels. Dazu wird ein beliebiger Punkt auf der Seitendiagonalen (b in obiger Abbildung) als Punkt 1 definiert. Von diesem wird eine horizontale Linie bis zum Schnittpunkt 2 gezogen. Von diesem wiederum wird eine Vertikale bis zum Erreichen des Schnittpunktes 3 gezogen. Durch zu diesen beiden Linien parallele Linien wird das Viereck vervollständigt, das den Satzspiegel darstellt. Auf der gegenüberliegenden Seite wird ebenso verfahren.
Entscheidend für die Größe des Satzspiegels ist die Plazierung des Punktes 1, der sozusagen variabel auf der Diagonalen gewählt werden kann: Je höher dieser Ausgangspunkt liegt, desto größer fällt der Satzspiegel aus. Die nebenstehende Abbildung zeigt alternativ einen kleinen (weiß), mittleren (hellgrau) und großen Satzspiegel (dunkelgrau).
Der Vorteil eines solcherart konstruierten Satzspiegels besteht darin, dass er unabhängig von seiner tatsächlichen Größe immer die gleiche Proportion wie die Einzelseite aufweist, wodurch Satzspiegel und Seitenformat ästhetisch verklammert werden.
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DIAGONALKONSTRUKTION MIT FESTEM SATZSPIEGEL
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Bei ddieser Methode ist der Satzspiegel nicht variabel bestimmbar, sondern ergibt sich aus der Wahl des Seitenformats. Bzgl. der Konstruktion geht man zunächst vor wie bei der normalen Diagonalkonstruktion, indem man Diagonalen über die Einzel- bzw. Doppelseite zieht (a1, a2, b1 und b2). Dann zeichnet man vom Schnittpunkt c der Diagonalen a2 und b1 ausgehend eine Linie d, die parallel zu a1 verläuft. Der Schnittpunkt dieser Linie d mit der Linie b2 der gegenüber liegenden Seite ergibt den Ausgangspunkt e für den Satzspiegel.
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Der eigentliche Satzspiegel wird nun wie folgt konstruiert: Durch den Ausgangspunkt e zieht man eine Horizontale, die die Diagonale a1 in Punkt f, dem zweiten Eckpunkt des Satzspiegels, schneidet. Eine durch f gezogene Vertikale schneidet die Diagonale b2 in Punkt g, dem dritten Eckpunkt des Satzspiegels. Eine weitere Vertikale durch e bzw. Horizontale durch g schneiden sich in Punkt h und vervollständigen den Satzspiegel.
Wenn das Format der Einzelseite - wie bei diesem Beispiel - zudem noch im Verhältnis des Goldenen Schnittes steht (1:1,618), dann ist der Satzspiegel genau so hoch, wie die Seite breit ist (vgl. Kreis), womit eine ideale Proportion gegeben ist.
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